Judith Ribic

[title size=“2″]Zur Person[/title]
[one_half last=“no“]
Judith Ribic 2012
[/one_half]
[one_half last=“yes“]
[pricing_table type=“2″]
[pricing_column title=“Persönliche Daten“]
[pricing_row]Name
Judith Ribic, geb. Reiter[/pricing_row]
[pricing_row]Geburtsdatum
5. Mai 1954[/pricing_row]
[pricing_row]Aufgewachsen in
Graz[/pricing_row]
[pricing_row]Besonderheit
Zeitzeugin der 2. Generation
Ihr Vater, Ernst Reiter, war
viereinhalb Jahre im KZ inhaftiert.[/pricing_row]
[pricing_footer][button size=“small“ link=“http://lilawinkel.simtec.at/wp-content/uploads/2013/04/Lebensgeschichte_Judith_Ribic.pdf“ target=“_blank“]Lebensbericht als PDF[/button][/pricing_footer]
[/pricing_column]
[/pricing_table]
[/one_half]

„Vielleicht fragt sich so mancher, was ich wohl über den 2.Weltkrieg, den ich ja gar nicht miterlebt habe, zu berichten hätte. Mein Vater war viereinhalb Jahre im Konzentrationslager Flossenbürg. Warum er dort hingekommen ist, wie sich diese Zeit auf sein späteres Leben ausgewirkt hat und wie ich davon betroffen war, das möchte ich als Nachgeborene erzählen.

Meine beiden Schwestern und ich konnten lange nicht verstehen, warum wir so streng erzogen wurden. Wir merkten schon sehr früh, dass es in unserer Familie andere Werte und Vorstellungen gab. Da unser Vater nie über die Gründe seines Verhaltens gesprochen hat, fühlten wir uns in mancher Situation überfordert.

Ich sehe es als Verpflichtung meiner Generation an, diese Geschichte zu erzählen. Das Ziel sollte sein, zu mahnen und heute über die Vergangenheit zu reden, damit man für die Zukunft daraus lernt. Es gibt heute so viel rechtsradikales Denken und ich glaube die jungen Menschen sind sich nicht bewusst, was die damalige Zeit für die Menschen wirklich bedeutete. Überall, wo Menschenrechte missachtet werden, sollte man überdenken, zu welchen weitreichenden Folgen das führt.
Mein Vater hat damals nach biblischen Prinzipien gelebt. Er sagte immer: „Durch mich wird keine Frau Witwe und kein Kind Waise!“ Dadurch ist er mein Vorbild.

Judith Ribic ist an Schulen als Zeitzeugin der 2. Generation tätig, spricht über ihre Kindheit, über Ausgrenzung und Verspottung‚ darüber, ein „Kind eines KZ-Häftlings“ zu sein und erzählt die Geschichte ihres Vaters. Er verstarb 2006 (Lebensbericht Ernst Reiter).

Kommentare

Schreibe einen Kommentar