Tschoggl Maximilian

Geboren: 4. Oktober 1929 in Leoben
Lebt in der Obersteiermark
Eltern: Johann Tschoggl, geb. 14.8.1875, Juliane Tschoggl (geb. Reiter), geb. 8.7.1896
Brüder: Franz, geb. 26. April 1926, Rudolf, geb. 15. Mai 1927.

Kinder: Friedrich, geb. ………, seit 2019/20 Zeitzeuge der 2. Generation

[title size=“3″]Mit 9 Jahren in ein Erziehungsheim gebracht[/title]

1934 wurden die Eltern Johann und Juliane Bibelforscher. 1938 wurden die Kinder Franz, Rudolf und Maximilian den Eltern weggenommen, um sie dem religiösen Einfluss zu entziehen. Maximilian besuchte die Volksschule in Donawitz bis März 1939. Die Kinder verweigern den Hitlergruß und kamen in das Kinderheim in Donawitz. Maximilian war gerade mal 9 Jahre alt. Er verbrachte 14 Monate in diesem Erziehungsheim. Sie mussten täglich Schläge und andere Misshandlungen über sich ergehen lassen. Da die Eltern mit den Kindern Kontakt hielten, wurde beschlossen, den noch immer bestehenden Einfluss durch Besuche der Eltern zu verhindern. Die Kinder kamen zu Bauern in die Oststeiermark. Jeder zu einem anderen Bauern, ohne die jeweils anderen Familienmitglieder darüber zu informieren, wo sich der andere befand. Nicht einmal die Eltern erfuhren, wo die Kinder waren.

Maximilian kam zu Pflegeeltern (Name dem Verein bekannt) nach Edelsbach. Vom 15. Mai 1940 bis November 1943 besuchte er dann die Schule in Edelsbach bei Feldbach. Seine Mutter holte ihn von dort ab. In Leoben ging er zur Deutschen Arbeitsfront. Seinen Berufswunsch ‚Mechaniker‘ konnte er nicht erfüllen, da er schon in der Landwirtschaft gearbeitet hatte. So konnte er nur in der „verfeinerten Landwirtschaft“ (Gärtnerei) arbeiten.

Maximilian überlebte als einziger der Geschwister.

Franz starb in einer Haftanstalt in Kopenhagen durch einen Herzschuss unter ungeklärten Umständen

Lebensbericht Franz Tschoggl

Lebensbericht Rudolf Tschoggl

Rudolf wurde bei einem Unfall (?) erschossen


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